Alternative Homosexuelle

2017 Leitlinien Homosexuelle in der AfD

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kritiker der AfD,

 

als Bundessprecher der „Alternative Homosexuelle“ und Kommissarischer Leiter des Bundesbeirates für Integration nehme ich zur Kenntnis, dass uns Schwulen- und Fremdenfeindlichkeit unterstellt wird. Ersteres scheint sich besonders auf das sogenannte Gender Mainstreaming zu beziehen.

Ich darf auf drei Ebenen antworten.

Zuerst auf der rein logischen. Die AfD ist nicht schwulenfeindlich, nur weil von ihr Gender Mainstreaming bekämpft wird. Im Gegenteil: Es ist vom rein logischen Standpunkt nicht einsichtig, warum ein dekonstruktivistisches Konzept förderlicher für sexuelle Minderheiten sei, als ein idealistisches und phänomenologisches. Die AfD beharrt auf einer klassischen Anschauungsweise. Weder glauben wir vulgärmaterialistisch dass ein ewiges Lamentieren um Maximalforderungen noch daran, das dekonstruktivistische Wahnvorstellungen real minderheitenfreundlich wirken könnten. Nach unserer Sicht zeugt nicht ein oberflächlicher Forderungskatalog für  Qualität, sondern eine phänomenologische Bestimmung der gesellschaftlichen Rollen. Nicht dekonstruiert sondern in ihrem Wesensgehalt konstruiert und auf das Wohlergehen der Gesamtnation zugeschnittenes Konzept verlangen wir in der Minderheitenpolitik. Dieses mag man kritisieren, es ist aber vor allem eine aus der gegen den ökonomistischen Zeitgeist erwachsende Denkweise. Wir stehen zu Homosexuellenrechten, doch der Gesamtrahmen, in den wir diese eingebettet sehen wollen, ist ein anderer. Die Ganzheit des Menschenbildes ist für uns wichtig und zwingt uns dazu, auch einen diese Ganzheit betonenden theoretischen Rahmen zu suchen.

 

Rein fachlich ist zu Gender Mainstreaming zu sagen, dass die EU-Politik (Lunacek-Bericht) u. a. sehr wenig damit zu tun hat, für Frauen, Schwule, Lesben usw. das Leben zu verbessern. Vielmehr werden Eingriffsrechte des Staates betont und scheinbare Wahlmöglichkeiten des Individuums lächerlich überbetont. Es handelt sich um nichts anderes, als um eine Spaltung der Nation und der Ablenkung von tatsächlichen Ungerechtigkeiten. Wir von der AfD glauben nicht an das progressive Versprechen neuer Konzepte, wir glauben an die Entwicklungsfähigkeit von Familie und Nation. Insofern sind wir konservativ. Aber wir kritisieren die Staatsüberhöhung als gesellschaftsfeindlich und den Scheinindividualismus als demokratiegefährdend. Wir sehen die Entwicklung des westlichen Individualitätsgedankens und des demokratischen Staates vor dem Hintergrund von christlicher Familie und Nation und nicht getrennt davon. Das ist der Unterschied zu anderen, aber nicht eine immanente Lesben- und Schwulenfeindlichkeit.

 

Schließlich ist vom rein humanitären Standpunkt zu sagen, dass wir uns wegen des Gesagten unmittelbarer an der Seite kämpferischer Homosexueller, von Frauen und Migranten sehen, als jede andere Partei. Wir wollen die Werte des Grundgesetzes und die Errungenschaften einer jahrhundertelangen Entwicklung Deutschlands im Bewusstsein der Nation verankern. Wir sehen nicht, dass das Abschlagen der historischen Wurzeln der Emanzipation – dieser Emanzipation nutzt.

Wir verlangen, dass Gedanken und Forderungen bezüglich der Schwulen und Lesben, die Kritik an pseudomodernen Konzepten beinhaltet und nicht Kritik an homosexueller Lebensweise, nicht als “phobische“ Entäußerungen zu werten.

Mit besten Grüßen,

Alexander Tassis MdBB.

Bundessprecher „Alternative Homosexuelle

 

 

 

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