Zur Erklärung aller Fraktionen in der Bremischen Bürgerschaft zu ihrem 70jährigen Jubiläum vom 30.10.2016

Tassis kleines FormatLiebe Bewohner der Städte Bremen und Bremerhaven, liebe Deutsche und ihr anderen netten Leute!

Gegen 81 Stimmen habe ich mich allein der Stimme enthalten, bei der gemeinsamen Erklärung zum 70jährigen Bestehen des Bremer Landesparlaments. Dagegen gestimmt hat niemand. War das nötig? JA!

Es ist eine in die Jahre gekommene Erklärung, rückwärtsgewandt und weltfremd.

In ihr kommt zum Ausdruck, dass das bedeutendste Problem (in Bremen!) der Rechtspopulismus zu sein scheint. Es gibt in ihr keine Staatsverschuldung, keinen Verwaltungsnotstand und keine Bildungskatastrophe. Da man den Rechtspopulismus in der Bremischen Bürgerschaft allein in meiner Person verorten kann, erhält die Erklärung immerhin einen unverschuldet humoristischen Glanz der Selbstentlarvung.

Denn als nationalkonservativer Deutscher, als Abgeordneter aller Bremer und Bremerhavener und der Alternative für Deutschland, bin ich als Mensch, mit Griechen und Albanern blutsmäßig verwandt ist und ein lebensfroher Schwuler. Und mit allen Fasern im Bewusstsein der Zumutungen der Gegenwart erkläre ich: Meine politische Grundlage ist und bleibt der Nationalpatriotismus, der Nationalstaat, das Volk in seinem absoluten Wertrang. Gleich fern vom lächerlichen Rassenwahn wie vom leeren Verfassungspatriotismus.

Ich erkläre die Aufgabe nationalstaatlicher Standards mit meinen schwachen Kräften bekämpfen zu wollen. Ich kenne weder Toleranz gegenüber der Islamisierung noch gegenüber dem Genderwahn oder der Idee des Multikulturalismus. Ich sehe alle diese Dinge als im Grunde urböse und totalitär an, dem Prinzip des Teile und Herrscheentsprungen.

Ich versichere vielmehr, dass eine wachsende Zahl von Migranten und Homosexuellen diese Irrwege durchschauen und sich dem Leitspruch Moritz Lazarus` verbunden fühlen: Nicht die Einzelnen bilden das Volk, sondern indem sie ihre Vereinzelung aufheben.

Ist das Rechtspopulismus? Wenn ja, dann ist das so. Dann ist das ein schönes Wort und ich gewöhne mich dran. Nicht werde ich mich gewöhnen an nichtssagende Erklärungen und an das stille Einverständnis zu Entrechtung und Verarmung unserer Städte und meines Mutterlandes Deutschland.

 

Alexander Tassis.

31.10.2016

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.